Liebe Grüße aus meiner Backstube!
Mein Brotbacken-Abenteuer begann vor knapp zwei Jahren – eigentlich ganz unerwartet, als ich zum Geburtstag von meiner Familie eine Küchenmaschine überreicht bekam. Seitdem ist Brotbacken für mich nicht nur eine Leidenschaft, sondern eine echte Freude und purer Genuss. Es gibt einfach nichts Vergleichbares zu einem frisch duftenden, selbst gebackenen Brot.
Sobald man einmal in den Genuss kommt, möchte man kein gekauftes Brot mehr essen - so geht es mir zumindest. Nicht nur, weil das gekaufte Brot oft nicht mehr ganz frisch ist und nicht so gut schmeckt wie das eigene, sondern auch, weil Brotbacken für mich mehr ist als nur ein Prozess geworden ist.

Brotbacken als eine wahre Sinnesreise
Jeder Schritt, von der sorgfältigen Auswahl qualitativ hochwertiger Zutaten, der Auswahl des richtigen Rezepts bis zum Herausnehmen der knusprigen Brötchen aus dem Ofen hat etwas Meditatives, wo die Gedanken gänzlich zur Ruhe kommen und man seine volle Aufmerksamkeit der Herstellung des Brotes widmet.
Der regelmäßige Besuch in der Mühle meines Vertrauens ist mir übrigens immer wieder die Zeit wert, denn alleine der Geruch von frisch gemahlenem Mehl im und außerhalb des Shops macht einen glücklich. Die Qualität der einzelnen Produkte ist mit Produkten aus der Industrie auch nicht zu vergleichen.
Eines meiner Lieblingsrezepte: Bierbrötchen
Ich habe mich heute für Bierbrötchen entschieden. Keine Sorge - von den Brötchen wirst du nicht betrunken. Nach dem Backen ist der Alkohol völlig verdampft, nur der aromatische Geschmack bleibt. Du kannst die Brötchen natürlich auch von Anfang an alkoholfrei zubereiten.
Mit diesem Rezept bekommst du später ca. 20 handgemachte Weckerl.
Zutaten
- 200 g lauwarmes Wasser
- 0,5 l lauwarmes Bier
- 300 g Vollkorn Roggenmehl
- 350 g Weizenmehl
- 350 g Dinkelmehl
- 20 g Salz
- 20 g Kümmel
- 20 g frische Germ
Zubereitung
Für den Germteig zuerst alle Flüssigkeiten, dann alle trockenen Zutaten in eine Rührschüssel geben. Mit dieser Reihenfolge vermeidest du, dass am Ende noch Mehl am Boden der Rührschüssel klebt.
Nun alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig zusammen kneten, mit einem trockenen Geschirrtuch zudecken und ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur rasten lassen. Achtung, der Germteig mag weder Kälte noch Zugluft.
Nach der Gehzeit gibst du den Teig auf deine Arbeitsfläche. Aus dem Teig bekommst du später ca. 20 Weckerl. Jedes Stück durch eine Drehbewegung zu einer Kugel schleifen und nochmals zugedeckt ca. 10 Minuten rasten lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C Heißluft vorheizen. Die Teiglinge leicht mit Wasser besprühen und für ca. 15 Minuten backen.
Die Brötchen sind fertig
Die Brötchen sind fertig, wenn sie eine schöne Farbe bekommen haben und ein hohler Ton erklingt, wenn du mit den Fingern auf den Brötchenboden klopfst.
Wenn ich den Ofen öffne und die fertig gebackenen Brötchen herausnehme, löst dieser Duft in der Nase ein absolutes Glücksgefühl in mir aus. Das Knistern der Kruste, der warme, einladende Duft in meiner Küche und die Ungeduld bis die Brötchen etwas abkühlen – purer Genuss!
Mein Tipp: Lass die Weckerl auskühlen und gib alle, die du nicht sofort verspeist, in einem Gefrierbeutel in die Tiefkühltruhe. Bei Bedarf aus dem Tiefkühler holen, mit Wasser besprühen und bei ungefähr 150°C ca. 10 Minuten ins Backrohr.
Falls du jetzt Lust bekommen hast, es selbst zu versuchen: Brotbacken ist einfacher als du denkst! Es braucht nur ein paar wenige Zutaten und ein bisschen Geduld.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und ein gutes Gelingen!
Bis bald, Madlene

Über die Autorin
Madlene Reischl ist zertifizierte Entspannungs- und Achtsamkeitstrainerin aus Graz. Mit Slowdown Moments begleitet sie Menschen auf ihrem Weg zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit.
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